Roger Köppels Gang in die Politik: eine Enttäuschung auf mehreren Ebenen

Hatte ich heute Vormittag noch an eine Ente geglaubt, kam bald darauf die Bestätigung im Live-Ticker aus der Medienkonferenz: Roger Köppel will in den Nationalrat. Die Meldung traf mich wie ein Schlag, die Enttäuschung ist gross. Über Köppel, vor allem aber über mich selbst. Weiterlesen

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Kurt W. Zimmermann über Gerigate – oder: Wenn ein Versuch zur Rechtfertigung als Fruchtsalat endet

«Tötet nicht den Boten!», mahnt Kurt W. Zimmermann die Kritiker von Gerigate – und bläst damit in ein unter Medienschaffendes beliebtes Rohr zur Selbstverteidigung, das da verheisst: Die Anderen sind auch nicht besser. Als Beweis und gleichsam Schallverstärker beigezogen wird oft die Nacktselfie-Story der NZZ. Wer aber genau hinhört, merkt schnell: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, um faule Pflaumen zu entschuldigen. Konsequenzen: Fehlanzeige. Weiterlesen

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Zürcher Journalistenpreis: Jury erweist der Branche einen Bärendienst

Zuerst hielt ich es für einen schlechten Witz eines Neiders, dann für einen Irrtum. Inzwischen vermute ich: Beim Zürcher Journalistenpreis für Alex Baur ging es nicht so sehr um den preisgekrönten Text, sondern um ein medienpolitisches Statement. Das mag wohl gut gemeint sein, ist aber schade für Baur. Und schädlich für das Image des Journalismus.

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MAZ, und jetzt? – oder: Endstation Reflexion?

Meine Diplomausbildung am MAZ hat viele Früchte getragen. Eine davon ist dieser Blog. Jetzt, da ich das Diplom in den Händen habe und Rückschau halte darauf, was ich in der Zwischenzeit hier geschrieben habe, will ich mich endlich der Frage stellen, die sich als Konsequenz meiner Reflexion ergeben hat: Ist Journalismus eigentlich das Richtige für mich?

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Der Fall Andy Wolf – oder: Wieso auch ein Radio ab und zu schweigen sollte

Die Entlassung von Moderator Andy Wolf (46) bei Radio Pilatus wirft derzeit hohe Wellen. Ob man Wolf nun mochte oder nicht ist meines Erachtens einerlei. Der Grund für den derzeitigen Shitstorm ist vielmehr die Kommunikation eines CEOs, der offenbar verkennt, dass auch fürs Radio manchmal gilt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.  Weiterlesen

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Journalismus nur für Privilegierte? – Oder: Ideale muss man sich erst leisten können

Mehr «good news» und weniger Eitelkeit im Journalismus – was Hans Leyendecker und Ulrik Haagerup dieser Tage propagierten, macht Mut. Und dürfte dem einen oder anderen Nachwuchsjournalisten Hoffnung geben. Doch mit der Hoffnung ist es schnell vorbei, wenn sie auf die Realität der Generation Praktikum trifft.

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Wieso mich Watson (zunächst!) alt aussehen liess

Als Watson am 22. Januar 2014 online ging, war ich zunächst etwas verwirrt und einigermassen enttäuscht. War ich mit meinen 28 Jahren zu alt für dieses neuartige Onlineportal? Oder was stimmte mit mir nicht, dass mich diese so sehnsüchtig erwarteten «Watsons» zur Verzweiflung trieben? Inzwischen bin ich ein wenig schlauer geworden. Dank Überlegungen von Kollegen – die notabene allesamt älter sind als ich. Meine Reise von der Verzweiflung zur Versöhnung mit Watson.

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Im Unglück ermitteln – wozu eigentlich?

Vor einer Woche haben wir das Szenario am MAZ geübt, nun wurde es Wirklichkeit: In Riga ist ein Einkaufszentrum zusammengestürzt. Hautnah als Berichterstatter dabei: Journalisten. Wie bereits im Kurs stelle ich mir hier wieder vor allem eine Frage: Wozu eigentlich?

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Der Preis des Ruhmes – oder: Will ich mir vom Journalismus den Charakter verderben lassen?

Als ich anfing, journalistisch zu arbeiten – damals, vor sechs Jahren, als Freischaffende – wusste ich nicht so recht, was mich erwarten würde. Ich tat einfach, was ich gerne tat: schreiben. Nicht mehr nur für mich. Ich hatte neu ein Publikum, schrieb für Leserinnen und Leser. Ohne zu wissen, wie. Einfach mal drauflos, ohne Plan. Und ich tat es offenbar nicht schlecht. Gut genug, dass ich vor drei Jahren eine Festanstellung erhielt. Ein Jahr lang tat ich dann weiter, was ich gerne tat: schreiben. Im Austausch mit meinen Redaktionskolleginnen und -kollegen festigte ich mein Handwerk. Immer mehr begann ich zu realisieren, wieso ich schrieb, wie ich schrieb. Und wie ich es besser machen kann.

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Mediale Vorverurteilung – oder: Wenn Journalisten zu Richtern werden

Er ist einer der wohl grössten Justizfälle im Kanton Uri: der so genannte «Auftragsmord von Erstfeld». Er beschäftigt die Urner Gerichte bereits seit drei Jahren, und seit ein paar Wochen auch mich. Dies nicht nur, weil ich die Berufungsverhandlung vor dem Obergericht als Berichterstatterin mitverfolgt habe. Der Fall wirft auch eine medienkritische Frage auf, die mich seither stark beschäftigt: Kann eine mediale Vorverurteilung die Wahrheitsfindung bei Strafprozessen beeinträchtigen? Den Journalisten zum Richter machen?

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